KALIS aufrufen

KALIS

KALIS ist ein webbasiertes System zur patientenindividuellen Arzneimittel-Risikoprüfung
KALIS aufrufen

Das medizinische Personal und die Patienten stehen im Zeitalter der Mehrfachmedikation vor der Herausforderung, Wechsel- und Nebenwirkungen zu minimieren, die sich in erhöhter Morbidität, verlängerten Krankenhausaufenthalten, einer geminderten Lebensqualität und zusätzlichen Kosten zeigen. Dieses webbasierte System verspricht im Zusammenhang mit dem Fachwissen des Gesundheitspersonals eine umfassendere und verbesserte Medikationsanalyse.

Mit dem KALIS-System können Anwender ihre Medikamente auf

  • unerwünschte Arzneimittelwirkungen (Wechsel- und Nebenwirkungen)
  • Kontraindikationen
  • Doppelverordnungen
  • potentiell inadäquate Arzneistoffe
  • pharmakogenetische Wechselwirkungen
  • unerwünschte Arzneimittelereignisse
  • u.v.m.

prüfen und vermeiden.

Dafür müssen Sie lediglich die verordneten Medikamente in das Informationssystem eingeben, welches das integrierte medizinisch-pharmazeutische Wissen analysiert und hinsichtlich Risiken auswertet. Dies soll nicht nur in einer besseren Verträglichkeit der Arzneimittel für den Patienten resultieren, sondern auch die Qualität der Arzneimittelverschreibung nachhaltig unterstützen und somit die Arzneimittelsicherheit verbessern.

  • Pharmakologischer Risiko-Check:
    Prüfung der verordneten Medikation auf pharmakologischerCheckSimvastatinParacetamol
    – unerwünschte Wechselwirkungen und Vorschläge zur alternativen Medikation
    – Kontraindikationen
    – Wirkstoff-Allergien
    – Doppelverordnungen
    – Schwangerschaft/Stillzeit
    – Lebensmittel-Unverträglichkeiten
    – Nebenwirkungen
    – Verordnungskaskaden
  • Potenziell inadäquate Medikationen:
    Prüfung potenziell inadäquater Wirkstoffe für ältere Menschen (>65 Jahre) und Vermeidung durch alternative Wirkstoffe.
  • Pharmakogenetische Wechselwirkungen:
    Prüfung der Medikation und Cytochrom P450-Enzyme auf
    – unerwünschte Wechselwirkungen
    – Arzneimittel-Enzyme (defekte)-Wechselwirkungen
  • Diagnosebasierter Arzneimittel-Check:
    Das System ermittelt nach der Eingabe der Diagnosen dazugehörige wechselwirkungsfreie Medikationen. Mit Hilfe dieses präventiven Arzneimittel-Checks werden unerwünschte Wechselwirkungen und ihre Maßnahmen aus den Arzneimittellisten der Diagnosen identifiziert und somit eine fehlerhafte Verordnung vermieden.
  • Patientenindividueller Medikationsassistent bei Hypertonie:
    Berechnung eines patientenindividuellen Diagnosescores bei Hypertonie durch evidenzbasierte Therapieleitlinien und individuelle Patientendaten (Alter, Geschlecht, Blutdruckwerte, Begleiterkrankungen etc.). Je höher der prädikative Score ist, desto besser ist das Medikament für die Therapie geeignet.
  • Unerwünschte Arzneimittelereignisse:
    Prüfung eines Wirkstoffes auf unerwünschte Ereignisse (adverse drug events) in internationalen Datenbanken unter Berücksichtigung der individuellen Patientendaten (Alter, Geschlecht etc.).
  • Komplementärer Check:
    Eine Schnittstelle zum Partnersystem KATIS ermöglicht die Bestimmung potenzieller komplementärer Therapiealternativen anhand der Indikations- und Medikationseingabe. Dieser Ansatz erlaubt eine heterogene, patientenspezifische Therapie und stärkt das Arzt-Patient-Verhältnis.
  • Molekularer Risiko-Check:
    Eine Schnittstelle zum Partnersystem GraphSAW ermöglicht die Prüfung und Korrelation der Medikation auf pharmakologische und molekulare Wechsel- und Nebenwirkungen. Netzwerk-Rekonstruktions-Algorithmen analysieren konkurrierende Zusammenhänge und Konflikte, welche Interaktionsstörungen oder Nebenwirkungen hervorrufen. Zudem erfolgt eine Visualisierung und Analyse der Wirkstoffe in einem biochemischen Kontext.
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1Sie nehmen schon seit längerem zur Verhütung die Pille. In letzter Zeit fühlen Sie sich manchmal ausgelaugt und lustlos und hören von einer Freundin, dass diese mit einem hochdosiertem Johanniskrautextrakt in Kapselform ein rein pflanzliches Produkt einnimmt, dass ihre Stimmungslage deutlich verbessert hat und dass ihre Freundin auch Ihnen empfiehlt.
KALIS zeigt Ihnen, dass Sie das Johanniskraut nicht mit Ihrer Pille gemeinsam einnehmen sollten, um die sichere Verhütung nicht zu gefährden.
2Gegen Ihre zu hohen Cholesterinwerte hat Ihnen Ihr Hausarzt vor längerer Zeit ein Medikament mit dem Wirkstoff Simvastatin verordnet.
Akut haben Sie unter einer fiebrigen Stirnhöhlenvereiterung zu leiden und bekommen vom Hals-Nasen-Ohrenarzt ein Antibiotikum mit dem Wirkstoff Clarithromycin verordnet.
KALIS warnt Sie, dass Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt Rücksprache halten sollen, da dieses spezielle Antibiotikum schwere Nebenwirkungen des cholesterinsenkenden Simvastatin auslösen kann, die es unbedingt zu vermeiden gilt. KALIS kann Ihrem Arzt auch zusätzlich Alternativmedikamente aufzeigen, die diese Nebenwirkungen nicht aufweisen.
3Sie müssen häufig mit dem Auto fahren und haben vom Augenarzt Augentropfen verordnet bekommen. Jetzt fragen Sie sich, ob die verordneten Tropfen ihre Teilnahme am Straßenverkehr beeinflussen können.
KALIS kann Ihnen mögliche Gefahren aufweisen und Sie und die anderen Verkehrsteilnehmer so vor Schaden bewahren.